Arbeitsbedingungen
Künstliche Beleuchtung mit hoher Intensität und/oder einem hohen Anteil des blauen Spektralbereiches führt zu einer Störung des zirkadianen Systems und damit zu einer Störung des Schlafverhaltens. Folgen sind erhöhte Müdigkeit, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsdefizite, erhöhtes Unfallrisiko, Erhöhung der psychischen Beanspruchung oder depressive Störungen.
Eine Beleuchtung, die natürliches Tageslicht als Hauptbeleuchtung und Kunstlicht als Ergänzungsbeleuchtung vorsieht, reduziert diese Risiken.
Merkmale für eine gute Beleuchtung am Arbeitsplatz:
- Alle Arbeitsbereiche, Verkehrswege und Pausenräume werden entsprechend ihrer Nutzung beleuchtet.
- Für besondere Sehaufgaben (beispielsweise Qualitätskontrollen, Montagearbeiten usw.) wird eine Beleuchtungsstärke von 500 bis 1000 Lux erreicht.
- Störende Blendung wird vermieden.
Planungsgrundlage zur Erfüllung der Anforderungen des Arbeitsschutzes sind die technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR A3.4 bzw. die DIN EN 12464-1, welche von der Technik anerkannt und auch auf andere europäische Länder angewandt wird.
Verwendete Fachbegriffe:
Zirkadianes System: Die Fähigkeit des Organismus, die Vorgänge im menschlichen Körper auf eine Länge von ca. 24 Stunden zu synchronisieren. Enspricht in etwa dem Schlaf-Wach-Rhythmus;
Zirkadianes System: Die Fähigkeit des Organismus, die Vorgänge im menschlichen Körper auf eine Länge von ca. 24 Stunden zu synchronisieren. Enspricht in etwa dem Schlaf-Wach-Rhythmus;